Off-Facebook-Aktivitäten: Nutzer sollen künftig Targeting deaktivieren können

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Der Opt-out soll Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben und für Transparenz sorgen.

Facebook befindet sich unübersehbar mitten in seiner Privatsphäre-Offensive. Gestern hat der Konzern auf seinem Business Blog angekündigt ein Tool auszurollen, das Usern erlaubt das Targeting für alle Aktivitäten außerhalb der Plattform zu deaktivieren. Damit würde der Pixel unbrauchbar. Was bedeutet das für Unternehmen?

Facebooks Mission für mehr Transparenz und Schutz der Privatsphäre

In erster Linie soll das Tool für Transparenz sorgen und Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben. Unternehmen, die den Facebook Pixel, eine SDK oder API nutzen, sollen bei Deaktivierung der Off-Facebook-Aktivitäten dann keine Einblicke mehr in besuchte Seiten oder verwendete Apps bekommen. Womit Unternehmen nun konkret zu rechnen haben, hat das Unternehmen in mehreren Punkten zusammengefasst:

  1. Unternehmen profitieren von Transparenz und Kontrolle: Mit der Information über die Daten, die Facebook verwendet, um Werbung anzuzeigen, will die Plattform zu einem besseren Gefühl bei Nutzern gegenüber Ads beitragen. Unternehmen profitieren von der Transparenz, da die Nutzer dann proaktiv entscheiden können, von wem sie angesprochen werden wollen.
  2. Nutzer sollen Einblicke in Nutzung der Tools erhalten: Facebook möchte seinen Nutzern transparente Einblicke in die Verwendung der Business Tools geben, um ein Verständnis dafür zu erzeugen, welche Daten zu welchen Zwecken benutzt werden und welchen Mehrwert sie dadurch erhalten.
  3. Das Feature kann das Targeting beeinflussen: Deaktivieren Nutzer ihre Off-Facebook-Aktivitäten, kann kein (Re-)Targeting auf Basis ihres Nutzungsverhaltens mehr stattfinden. Das bedeutet, dass der Facebook Pixel in diesen Fällen unbrauchbar wird und auch Custom Audiences auf Grundlage von Webseitenbesuchen oder der Verwendung von Apps entsprechend nicht mehr funktionieren.
  4. Facebooks Analytics Tools funktionieren ohne Einschränkungen weiter: Die Features zur Messung der Performance sowie Analytics sollen ohne Beeinträchtigungen weiter laufen. Facebook gibt an, die jeweiligen Tools würden die Daten von Nutzern absolut anonymisiert erheben. Persönliche Informationen wie Name oder Telefonnummer seien demnach auch weiterhin geschützt.

Facebook Pixel in Deutschland ohnehin nur mit Zustimmung nutzbar

Der wohl wichtigste Punkt für Unternehmen ist die Opt-out-Möglichkeit für Targeting auf der Plattform. Diese wurde als „Clear History“-Funktion bereits bei der F8 im vergangenen Jahr angekündigt und stellt keine Überraschung dar. Facebook rät dazu, die Deaktivierung der Off-Plattform-Aktivitäten in den Strategien für künftige Kampagnen ab der zweiten Hälfte des Jahres dringend zu beachten. Hier ist Brands zu einer deutlichen Aufklärung zu raten, die Nutzern den Mehrwert und die Vorteile von personalisierten Ads aufzeigt und sie so für das Thema sensibilisiert.

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